Es ist inzwischen gut ein Jahr her, dass ich bei CareVision mit dem Trans-PRK-Verfahren operiert wurde.
Die gesamte Voruntersuchungsprozedur (zwei Termine vor Ort in Bonn, beim zweiten musste mich ein Begleiter nach Hause fahren da Augentropfen die die Pupille erweitern verabreicht werden) war professionell und sehr freundlich. Besonderen Dank an dieser Stelle an Mustafa Hamka, der von Anfang an bis zur letzten Nachuntersuchung stets als mein Ansprechpartner persönlich zur Verfügung stand. Der Eingriffstermin war ca. einen Monat nach der ersten Untersuchung und fand in Köln statt. Auch hier wurde ich von Mustafa empfangen, es gab noch eine kurze finale Untersuchung, dann wurde ich ins Büro der Standortleiterin gerufen, wo letzte Details geklärt wurden, die Bezahlung abgewickelt und mir ein Beruhigungsmittel angeboten wurde, welches ich allerdings ablehnte. Nach sehr kurzer Wartezeit war dann der Operationsraum frei. Mustafa ging mit mir in einen Vorraum, wo ich einen Kittel und Haube bekam, der Bereich um meine Augen desinfiziert wurde und betäubende Tropfen verabreicht wurden. Dann gingen wir in den eigentlichen Laserraum, der behandelnde Arzt stellte sich vor, erklärte noch ein mal genau was in den folgenden Minuten passieren würde und begann dann die Prozedur. Der Eingriff selbst geschieht vollkommen Schmerzfrei, man könnte beinahe sagen: man merkt gar nichts. Selbst der Lidöffner, der von manchen als unangenehm bezeichnet wird, hat mich in keiner Weise gestört. Insgesamt 60 Sekunden Laseranwendung pro Auge, ein bisschen Spülen, Schutzkontaktlinse aufsetzen und fertig. Absolut unspektakulär, jede Untersuchung beim Zahnarzt ist unangenehmer. Das einzige was man vom Laservorgang selbst mitbekommt ist das Geräusch (ein hohes fiepen) und der leichte Geruch nach verbrannten Haaren (die verdampfte Hornhaut!), der aber zum größten Teil abgesaugt wird.
Unmittelbar nach der Prozedur war meine Sicht mittelmäßig, aber deutlich besser als jemals zuvor ohne Brille. Eine kurze Untersuchung bestätigte den Eindruck.
Ich ließ mich nach Hause fahren, trug ab diesem Zeitpunkt eine sehr dunkle Schutzbrille (UVEX Pheos CX2 Infrarotschutz - die trage ich heute noch gern als Sonnenbrille) und wie angekündigt, stellte sich ab ca. 2h postoperativ ein gewisses Fremdkörpergefühl sowie eine starke Lichtempfindlichkeit ein. Ich war vorbereitet, hatte es mir im dunklen Zimmer gemütlich gemacht ubd genug Hörbücher auf Autoplay, sodass ich den ersten Tag ohne Probleme überbrücken konnte. Teilweise half es enorm, die geschlossenen Augen mit einem kühlschrankkalten Kühlpack etwas zu kühlen.
Am zweiten Tag war das Fremdkörpergefühl schin deutlich zurückgegangen, nur die Lichtempfindlichkeit blieb bestehen, aber mit der dunklen Brille war es durchaus erträglich bei normaler Beleuchtung sowie bei bewölktem Himmel draußen zu sein. Die Sehschärfe wurxe im Laufe der ersten zwei Tage immer besser. Am Morgen des dritten Tages, ziemlich genau 72h post-OP wurde die Sicht plötzlich schlagartig schlechter (der Moment, an dem das von außen nach innen zuwachsende Epithel in den zentralen Bereich der Pupille kommt). Nach wenigen Stunden war die Sicht wieder völlig klar und genauso schlagartig war die Lichtempfindlichkeit fast vollständig eliminiert. Am fünften Tag fand die erste Nachuntersuchung statt, als etwas unangenehm gestaltete sich die Entfernung der Kontaktlinsen. Mein Visus lag hier bereits bei über 90% auf beiden Seiten. Das letzte bisschen Lichtempfindlichkeit verschwand in der folgenden Woche vollständig, und bei der zweiten Nachuntersuchung lag mein Visus bei 100%.
Insgesamt eine rundherum erfreuliche Erfahrung, kann ich jedem, der keine Lust mehr auf Brille oder Kontaktlinsen hat nur empfehlen.